Stimmbildung

Medizin, Logopädie und Linguistik nehmen eine Differenzierung des Stimmgebrauchs nach seiner Leistung vor. Die Sprech- und Singstimme in ihrem alltäglichen  Gebrauch und ihr professioneller Einsatz im beruflichen Kontext z. B. des Sängers oder Sprechers werden unterschieden (nach Goldhahn 2001).

 

Eine künstlerisch-therapeutisch ausgerichtete Stimmbildung wendet sich besonders an Menschen, die berufsbedingt auf einen gestalterischen und kreativen Umgang mit ihrer Sprech- und Singstimme angewiesen sind. Gilt es doch gerade hier, prophylaktisch an der Stimmgesundheit zu arbeiten, eine dauerhafte Leistungsfähigkeit der Stimme sicherzustellen und Fähigkeiten auszubauen und zu entwickeln, die eigene Stimme künstlerisch zu nutzen.

 

Gearbeitet werden kann z. B. in den Bereichen:

  • Tongestaltung
    Vokalausgleich
    Registerausgleich/ Registerausbau
    Intonation
    stimmliche Modulationsfähigkeit
    Tragfähigkeit der Stimme
    Erarbeitung von einfacher und mittelschwerer Liedliteratur unter
    stimmtherapeutischen Gesichtspunkten
    Erarbeitung literarischer Texte
    Rhetorik und Prosodie

 

Eine Vorbereitung auf öffentliche Auftritte (Vorträge, Reden etc.) kann im Rahmen der Stimmbildungsarbeit erfolgen. Dabei findet die Koordination von Atmung, Stimme und Sprache Berücksichtigung. Körperarbeit und die Schulung der Haltung beim Singen und Sprechen unterstützen diesen Prozess und können zu einer anderen Souveränität und Präsenz führen.